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Kleingartenanlage
Herrenhorst 1988 e.V.
Rehfelde

       

Im Oktober 1653 verlassen 39 Familien ihre Heimatorte Platten und Jochimsthal .

Als Exulanten, vertrieben durch die römisch katholische Kirche, die sie zu ihrem Glauben zwingen wollte.
Die Bergleute, Köhler, Glasmacher, Fuhrleute, Händler und Handwerker wählten nicht ohne Grund den Fastenberg aus. Sicher wussten sie von den Freiberger Bergleuten, dass es hier reiche Vorkommen an Silber und anderen Erzen gab.
Der Kurfürsten Johann Georgs des I. von Sachsen gab am 12. Februar 1654 die Erlaubnis eine Stadt zu Gründen, die den Namen Johanngeorgenstadt tragen solle.
Am 1.5. werden die Straßen und Plätze abgesteckt und am 10.5.1654 wurde die erste Türschwelle gesetzt. Ende Juli standen bereits 40 Häuser, im Juni 1659 waren es bereits 150.
Die Johanngeorgenstädter standen vor einer schwierigen Aufgabe. Die Rodung des Waldes auf felsigen Untergrund, Wassermangel und die Witterung. Aus Geldmangel waren viele Häuser noch nicht mit Schindeln gedeckt und standen noch viele Jahre ziemlich unvollendet. Einige erhielten erst nach acht Jahren Fensterglas.
Von 1655 bis 1657 wird die Exulanten- Kirche erbaut, die ersten Silberfunde erfolgen 1662.
Um 1750 ging der Erzabbau zurück und 1771 begann eine bis 1772 andauernde Hungersnot.
Mit der Erschließung neuer Gruben (durch verbesserte Abpumpverfahren "Pferdegöppel" wurde jetzt das Silber aus ca. 140m Tiefe gefördert) verbessert sich die Lage der Johanngeorgenstädter und Johanngeorgenstadt vollendet seine Entwicklung zu einer bedeutsamen Bergstadt.
1867  entsteht als weiterer Produktionszweig die Herstellung von Lederhandschuhen
Zur Volkszählung am 8.10.1919 hatte Johanngeorgenstadt 2780 Einwohner.
1946 wird Johanngeorgenstadt ein Opfer des "Kalten Krieges" mit Beginn des Uranabbaus durch die WISMUT wurde die historische Altstadt fast vollständig zerstört.
Die ältesten mir bekannten schriftliche Überlieferungen von Johanngeorgenstadt ist die  Chronik des Pfarrers Johann Christian Engelschall (1675-1749) über die Stadtgründung und die Entwicklung der Stadt. Unter "Todesnachrichten " und "Die Ersten" findet Ihr einige Auszüge.

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