Lichtentanne, der Ferienort meiner Kindheit, die Heimat meiner Vorfahren.
Meine Urgroßeltern Hugo und Lydia (geb. Dietrich) Scheffel kauften 1911 in Lichtentanne die Gaststätte "Zentralhalle" in der Hauptstraße 53. Hier wuchs mein Großvater Erich Scheffel, der noch in Leipzig geboren wurde auf. Hier verlebte mein Vater Rolf seine Kindheit. Was keiner wusste, unsere Vorfahren lebten bereits 1705 bis 1800 in Lichtentanne.

August Schumann beschreibt Lichtentanne im fünften Band des "Vollständigen Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen" 1(1818) wie folgt:

"Lichtentanne, ein Dorf in dem Königreich Sachsen, im Erzgebirgischen Kreise, im Amte Zwickau, auf der Pleiße gelegen. Es hat gegen 450 Einwohner, eine Pfarrkirche und Schule. Vom Dorfe stehen 8 Häuser mit 30 Einwohnern unmittelbar unter dem Amte, und 417 unter den beiden hiesigen amtssässigen Rittergütern, so wie 15 schrifts. zum Rittergute Tannhof gehören. Die beiden lichtentanner Rittergüter sind das Oehlerische (jetzt Ehrlersche) mit 227, und das Heckersche mit 189 Einwohnern. Zum letzteren gehört auch das Dorf Brand. Im Dorfe liegen auch zwei Mühlen. Die hiesige Pfarrkirche und Schule stehen unter der Inspect. Zwickau und der Collatur des Rittergutes Altenschönfels. Tannhof und Brand sind hieher eingepfarrt. Der erste hiesige evangel. Prediger war Dav. Seydemann (+ 1558)2."


1 S. 683  "Vollständigen Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen" August Schumann, Stadt Königsstein bis Lohmen, Zwickau im Verlag der Gebrüder Schumann, 1818
2 siehe  "Die Protokolle der zweiten Kirchenvisitation zu Zwickau, Crimmitschau, Werdau und Schneeberg" 1533 und 1534.
 

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© Stefan Scheffel www.familienarchiv-scheffel.de